Home » Partner » Herkunftsländer

Italien

Gorgonzola, Mozzarella, Parmigiano – das ist Belcanto in den Ohren von Feinschmeckern. Die drei bekanntesten italienischen Käsespezialitäten haben längst ihren festen Platz in deutschen Kühlschränken. Italiens Käsetradition geht bis in die Antike zurück. Die alten Römer schätzten die konzentrierte Energiequelle Käse zur Verpflegung ihrer Legionäre. Heute gibt es rund 400 Sorten. „Denominazione d’Origine Protetta“ (D.O.P.) ist die geschützte Ursprungsbezeichnung in Italien. Einer der berühmtesten D.O.P.-Käse ist der Parmesan. Das italienische Qualitätssiegel garantiert, dass Milch und Käse tatsächlich aus der auf dem Produkt genannten Region kommen und dort auch verarbeitet wurden. Unabhängige regionale Konsortien überwachen die Vorschriften zur Gewinnung der Milch und zur Herstellung des jeweiligen Käses.

Österreich

Vom Bodensee bis in die Puszta wird in Österreich Käse gemacht. Und doch sind vor allem die Berg- und Almkäse aus Vorarlberg und Tirol berühmt. Die Mischung aus Tradition, Natürlichkeit und Qualität hat den Österreichischen Käse in die Top 10 der beliebtesten Käseländer katapultiert. Die geschützte Ursprungsbezeichnung, in Österreich abgekürzt g.U., garantiert, dass der Käse tatsächlich aus der genannten Region stammt, auch die Milch.

Schweiz

Die Schweiz ist ein Grasland. Rund 80 Prozent des Kulturlandes sind für den Ackerbau ungeeignet. Aber ideal für Milchvieh. Die Käseherstellung hat deshalb eine jahrhundertelange Tradition. Emmentaler, Le Gruyère und Sbrinz, aber auch Appenzeller oder Tête de Moine gehören zu den bekanntesten der mehr als 450 Schweizer Käsesorten. Gut 19 Kilogramm Käse ist jeder Schweizer durchschnittlich im Jahr. Knapp 40 Prozent der Produktion werden weltweit verkauft. Die geschützte Ursprungsbezeichnung Appellation d'Origine Protégée (A.O.P.) bietet die Gewähr dafür, dass die Qualitätsprodukte im Ursprungsgebiet erzeugt, verarbeitet und veredelt wurden.

Frankreich

Frankreich ist die führende Käsenation. Charles de Gaulle fand daran nicht nur Gefallen, denn er wird wie folgt zitiert: „Wie soll man ein Land regieren, in dem es mehr Käsesorten als Tage im Jahr gibt?" Und eigensinnig, wie die berühmtesten Feinschmecker der Welt sind, essen sie den Käse nicht am Ende des Menüs – in Frankreich schließt nicht der Käse den Magen, sondern das abschließende Dessert. Es soll übrigens knapp 1000 französische Käsesorten geben. Die geschützte Herkunftsbezeichnung lautet Appellation d‘Origine Protégée (A.O.P.).

 

Spanien

Spanien ist im Vergleich zu den großen Käsenationen in Europa noch ein relativ unbekanntes Käseland, hat jedoch eine lange Tradition, die stark von regionalen Spezialitäten geprägt ist. Gutes Weideland gibt es vor allem in Kastilien, der Extremadura, in Nordwestspanien, auf den Kanarischen Inseln oder im Bereich der Pyrenäen. Queso, so die spanische Übersetzung für Käse, wird aus Schafsmilch, Ziegenmilch, Kuhmilch oder einer Mischung davon hergestellt. Dabei überwiegen Ziegen- und Schafskäse und Mischmilchkäse. Schon in ihrer Form sind die spanischen Käse charakteristisch: die Käselaibe sind oft in zylindrischer, konischer, quadratischer oder runder Form erhältlich. Der Queso Manchego, ein Hartkäse aus Schafmilch, ist die wohl berühmteste Käsesorte Spaniens. Er stammt aus La Mancha (Kastilien), einem Ort, der bekannt geworden ist durch den im 17. Jahrhundert von Miguel de Cervantes verfassten Roman Don Quijote. Das spanische Qualitätssiegel lautet Denominación de Origen Protegida (D.O.P.).

Deutschland

Deutschland zählt neben Italien, der Schweiz, den Niederlanden und Frankreich zu einem der wichtigsten Käseländer der Welt. Von der Nordsee bis zum Allgäu werden von großen und kleinen Molkereien zahlreiche regionale und nationale Käsespezialitäten produziert. Immer stärker nachgefragt werden inzwischen handwerklich hergestellte Käse. Das Allgäu gehört zu einer der größten und wichtigsten Milchwirtschaft- und Käseregionen Deutschlands, in der so bekannte Käsespezialitäten wie der Allgäuer Emmentaler, der Allgäuer Bergkäse, der Weißlacker, der Limburger oder der Romadur hergestellt werden, aber auch Camembert, kreativ veredelt mit sizilianischen Orangen oder Feigen.

Niederlande

Schon seit Urzeiten wird in den Niederlanden Käse hergestellt. Die Provinzen Nordholland, Südholland und Friesland waren aufgrund ihres feuchten Bodens am besten für die Milchviehhaltung geeignet. Ab dem Mittelalter wurde niederländischer Käse auch ins Ausland verschifft. Tatsache ist, dass sich die Niederlande zu einem der größten Käseproduzenten Europas entwickelt haben. Exportiert wird in 130 Länder, wobei Deutschland der wichtigste Abnehmer ist.

Griechenland

Mit dem Begriff „griechischer Käse” verbinden die meisten vorwiegend den Feta. Dabei gibt es in Griechenland mehr als 100 Käsesorten. Kuhmilch spielt allerdings eine untergeordnete Rolle. Käse hat in Griechenland eine lange Tradition. Der Legende nach soll Apollons Sohn Aristaios den Menschen beigebracht haben, wie man aus Milch Käse macht. Dieser wiederum hatte die Käseherstellung, neben dem Anbau des Ölbaums und der Bienenzucht, von den Nymphen gelernt, zu denen ihn Apollon zur Erziehung gegeben hatte.

Bulgarien

Noch jung ist die Käsetradition in Bulgarien. Selbst wenn die bulgarischen Käsesorten wie der weiße Salzlakekäse Sirene oder der gelbe Hartkäse Kaschkaval als urtypisches Produkt der Thraker gelten, setzen die Molkereibetriebe in Bulgarien heute auf innovative Herstellungstechnologien nach europäischen Standards. So ist auch der Bubalus entstanden, abgeleitet vom asiatischen Wasserbüffel (Bubalus). Er sieht aus wie ein klassischer Schafskäse, und kann auch wie Feta verwendet werden, ist aber aus Büffelmilch.

Großbritannien

Bei Käse denken die wenigsten Menschen an Großbritannien. Doch auch auf der britischen Insel gibt es einheimische und weltweit bekannte Käsesorten. Es wird angenommen, dass vor etwa 5500 Jahren Hirten den Kanal überquerten und England besiedelten. Sie stellten weichen, weißen Käse her. Erst durch die Invasion der Römer unter Julius Caesar, denn jeder römische Legionär hatte als Proviant englischen Käse bei sich, wurden die Hartkäse in England heimisch. Zu den wichtigsten Käsesorten zählen neben dem Cheddar, dem populärsten Käse bei den Engländern selbst, auch der Blauschimmelkäse Stilton und der Chester aus der Grafschaft im Nordwesten der Insel, der als ältester namentlich überlieferter Käse Großbritanniens gilt.